Ilajnafsy
Schreibtherapie über das Internet im arabischen Sprachraum

Hintergrund

Seit Beginn 2005 unterstützt das bzfo den Aufbau eines Behandlungszentrums für Folter- und Kriegsopfer in Kirkuk im Nordirak. Aufgrund der instabilen Sicherheitslage besteht derzeit eine dramatische Diskrepanz zwischen Behandlungsbedarf und -angebot. Das Internet bietet erstmals die Möglichkeit vor Ort psychologische Unerstützung zu gewährleisten, ohne dass Therapeut und Patient sich zwangsläufig an einem gemeinsamen Ort befinden müssen. Die internetgestützte Therapie kann so in verschiedenen Krisen- und Nachkriegsgebieten eine erste psychologische Unterstützung bieten.

Interapy ist eine internetgestützte Therapie für Patienten mit posttraumatischen Belastungsreaktionen, die ursprünglich von der Arbeitsgruppe „Klinische Psychologie“ an der Universität Amsterdam entwickelt wurde. Interapy beruht auf einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansatz, dessen zentraler Bestandteil eine Schreibtherapie zur Verarbeitung des traumatischen Erlebnisses ist. Dabei findet der gesamte therapeutische Kontakt ausschließlich über das Internet statt. Die Patienten werden über das Internet dazu angeleitet sich schriftlich mit dem traumatischen Ereignis zu beschäftigen und dies in entlastender Weise neu zu bewerten.

Studie

Aktuell wird eine randomisierte Kontrollstudie durchgeführt zur Überprüfung der Wirksamkeit und der Akzeptanz einer internetbasierten Schreibtherapie bei traumatisierten Patienten im arabischen Sprachraum. Detaillierte Informationen über die Therapie und Teilnahmemöglichkeiten, finden Sie unter www.ilajnafsy.org oder www.virtual-traumacenter.org.

Kooperationspartner

Universität Zürich, Abteilung Psychopathologie und Klinische Intervention

Förderung

Die Studie wird durch das Auswärtige Amt, die Heinrich Böll Stiftung und Misereor gefördert.

Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Christine Knaevelsrud
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Tel. 030-303 906-23